Allgemeine Informationen

Eine gut gestaltete Party verringert das Risiko für Notfälle und schafft Räume, in denen sich Besucher*innen – egal ob sie konsumieren oder nicht – wohlfühlen können. Unser Anliegen mit der PsyCare ist es, Partybesucher*innen mit einer möglichst guten Atmosphäre sowie Informationen zu versorgen.

PsyCare bezeichnet die Begleitung von Menschen in akuten emotionalen oder psychischen Ausnahmezuständen oder Krisensituationen im Party-Setting. Dies steht häufig, aber nicht immer, im Zusammenhang mit Substanzkonsum.

Andere wichtige Auslöse- und Einflussfaktoren sind dabei häufig Schlafmangel, Reizüberflutung, Menschenmassen, (sexuelle, körperliche) Gewalt, Kälte, Nässe, schlechte Sichtverhältnisse usw.

Ziele sind z.B.:

  • die Unterstützung und Begleitung (keine Therapie) in Krisensituationen,
  • menschlicher, unterstützender Kontakt, bei Bedarf auch im 1:1-Setting,
  • das Erfüllen von Grundbedürfnissen (Wärme, Nahrung, Sicherheit, Schlaf),
  • die Assistenz bei basalen Aktivitäten (Toilettengang, Heimweg…),
  • die Einschätzung der Situation, um ggf. die Rettungskette in Gang zu setzen.

Dafür gestalten wir geschützte, konsumfreie Räume, die zum Ausruhen, Runterkommen und Kreativsein einladen. Dabei soll weder der Chillout-Space ersetzt, noch ein Konsumraum geschaffen werden. Je nach Größe der Party oder des Festivals sind wir mit einem entsprechend großen Team vor Ort, das eng mit den Sanitäter*innen zusammenarbeitet. Alle Mitarbeiter*innen sind umfangreich zu relevanten Themen wie Substanzkunde, Erste Hilfe (im Drogennotfall) und Krisenintervention geschult.

Quelle: https://sonics-netzwerk.net/

Weiterführende Informationen: https://psychsitter.com

Bei uns dreht sich alles um PsyCare, Harm Reduction, Safer Use und fundierte Aufklärung – und natürlich um Flausch & Tüdel.

Wir möchten einen Raum schaffen, in dem Wissen geteilt, Unterstützung angeboten und ein achtsamer Umgang miteinander gelebt wird. Dabei verbinden wir Szene-Erfahrung mit Offenheit: Insider-Wissen trifft auf neugierige Raver*innen, Erfahrene auf Neulinge.

Bei uns kommen ganz unterschiedliche Menschen zusammen – geschulte und noch lernende, Awareness-orientierte Personen, Menschen mit Drug-Checking-Know-how sowie Engagierte aus verschiedensten beruflichen und persönlichen Hintergründen.

Was uns verbindet, ist der Wunsch nach mehr Sicherheit, Verantwortung, Gemeinschaft und einem respektvollen Miteinander. Vielfalt ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis – und unsere Liste an Perspektiven und Kompetenzen wächst stetig weiter.

Wir sind ein ehrenamtliches Kollektiv aus engagierten Menschen, die dazu beitragen möchten, dass alle Gäst:innen eine gute und sichere Zeit erleben – und dass Veranstaltungen für alle Beteiligten zu positiven Erfahrungen werden.

Dabei gilt für uns: Verantwortung beginnt bei uns selbst. Neben der Fürsorge für andere ist uns Selfcare genauso wichtig wie PsyCare – denn nur wer gut für sich selbst sorgt, kann auch für andere da sein. Jede*r bringt sich in dem Umfang ein, den die eigenen Kapazitäten zulassen. Wir unterstützen uns gegenseitig, achten aufeinander und arbeiten als Team.

Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die aufsuchende Drogenarbeit im Partykontext. Unser Ziel ist es, Risiken zu minimieren und informierte, selbstbestimmte Entscheidungen zu fördern.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Safer Use – also darauf, Konsum so risikoarm wie möglich zu gestalten. Wir informieren, klären auf und stellen Safer-Use-Materialien zur Verfügung.

Wir beantworten Fragen zu Substanzen, Mischkonsum und möglichen Risiken. Dabei sind wir jederzeit für alle Gäst:innen ansprechbar.

Wenn wir Menschen unterstützen können, damit sie sich wieder besser fühlen, tun wir das selbstverständlich. Wir begegnen Konsum wertfrei – das heißt: Wir verurteilen niemanden, ermutigen aber auch nicht zum Konsum. Wir geben keine Konsumempfehlungen, sondern informieren über Risiken und mögliche Wechselwirkungen.

Wenn sich Gäst:innen körperlich oder psychisch – beispielsweise substanzeninduziert – unwohl fühlen, sind wir da und leisten Unterstützung.

In unserem Team arbeiten geschulte und erfahrene Menschen, die nach den Richtlinien des SONICS e. V. (deutscher Dachverband für PsyCare) ausgebildet sind.

Für die Arbeit im Bereich der psychedelischen Ambulanz sind sie speziell im Umgang mit Menschen in psychischen Extremsituationen geschult.

Und wenn die bewährte Strategie „Chai, Decke, Banane“ einmal nicht ausreicht, wissen wir, wie wir Menschen stabilisieren, auffangen und sicher begleiten können – damit sie sich wieder gut fühlen und, wenn möglich, gestärkt ins Veranstaltungsgeschehen zurückkehren können.